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© 2003 - 2009 John Seyfert Medien • Das Werk inklusive
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About me

Krisen und Umbrüche, sind keine Stolpersteine, die mich zu Fall bringen sollen. Sie sind die Hilfsmittel, um mich auf meinem Lebensweg voran zu bringen.

Der Herbst `89 war natürlich auch für mich der erste große Umbruch in meinem Leben. Ich war das Arbeiterkind, dem ein Studium ermöglicht wurde. Ich hatte mein Chemiestudium und nach diesem eine Aussicht auf einen lebenslangen Arbeitsplatz in einem der maroden Chemiekombinate der DDR. Doch mit einem Schlag war alles, was mir bis dahin eingetrichtert wurde, Schnee von gestern.

Also machte ich mich auf in die schöne neue Welt. Ich suchte mir einen Job und erarbeitete mir das Geld, meine Träume zu erfüllen. Ich ging in den Handel und lernte die für mich neue Ökonomie von der Pieke auf. Neben der Kundenberatung und der Reparatur von Computertechnik, kaufte ich bald auch selbst ein und kalkulierte die Ware, ganz so als wäre es mein eigener Shop. Eine Zeit lang liefen die Geschäfte ausgezeichnet, der Umsatz stimmte und die Zufriedenheit auch. Doch das sollte nicht so bleiben, ein neuer Besitzer kam. Nun bekam ich zum größten Teil nur noch Zentralzuteilungen, die ich zu verkaufen hatte. Das Resultat war bald absehbar, der Umsatz fiel, das Lager stieg und Personalabbau stand an. Zum Glück war ich dabei.

Bis dahin war ich noch nie arbeitslos, auch eine neue Erfahrung. Auf einmal hatte ich Zeit. Zeit, die ich nutzte mich mit HTML zu beschäftigen und meine erste Homepage zu bauen. Die Begeisterung beim erstellen neuer Seiten, Grafiken und Bilder erfasste mich immer mehr und lässt mich bis heute nicht los. Bei einer Internetfirma fand ich eine Anstellung und stieg recht bald zum Grafiker und später zum Artdirector auf. Ich kalkulierte, entwarf und koordinierte bis zu 10 Angestellte und entdeckte meine Liebe zur Fotografie. Nebenberuflich baute ich mir ein zweites Standbein als Bildjournalist auf.

Der Zusammenbruch der 'new economy' war die erste Wirtschaftskrise, die ich hautnah erlebte. Neue Aufträge kamen immer seltener und aus den bestehenden Verträgen, konnten die Angestellten nicht gehalten werden, die Firma, bei der ich angestellt war, stand vor dem Aus. Der einzig offene Weg war eine Zusammenarbeit als freier Mitarbeiter. Ich machte mich als freier Bildjournalist selbstständig und erledigte die weniger gewordenen Aufträge als freier Mitarbeiter. Eine Zeit lang klappte diese Kombination ganz gut. Mit dem Fortschritten in der digitalen Fotografie und der 'neuen Medien' wurde es aber immer härter, vom Bildjournalismus zu leben. Zusätzliche Einnahmequellen wurden notwendig.

Da ich bereits bei einigen Webprojekten auch Logos und Farbkombinationen entwickelt hatte, die später bei Printproduktionen übernommen wurden, war es nur logisch, als weitere Leistung Grafikdesign im Printbereich anzubieten. Auch die nächste Leistung ergab sich folgerichtig. Wenn ich die Printkampangen gestalte, könnte ich auch notwendige Fotos selbst produzieren. Das Fotografieren von Menschen bei der Arbeit oder Portraits waren mir als Bildjournalist ja bereits geläufig. Fehlte also nur noch die Arbeit im Studio. Also begann ich zuerst als Hobby mit der Modelfotografie und lernte wie man im Studio arbeitet. Dabei konnte ich mich zwar frei entfalten, fern ab von Vorgaben und Richtlinien, die sich mit einer Fotoproduktion zwangsläufig ergeben würden, aber es kostete viel Zeit und verschlang die knappen Ressourcen. Ein steiniger Weg lag vor mir. Mit den letzten Reserven baute ich mir ein Studio auf.

Mit dem Aufbau eines eigenen Studios begann ein aufregendes neues Kapitel in meinem Leben. Ich lernte die unterschiedlichsten Fotografen, Künstler und Unternehmer kennen. Einige dieser Unternehmer, Fotografen und Künstler wurden zu meinen Kunden, zu Partnern und zu Freunden. Mit Ihrer Hilfe gelang es mir, mich weiter zu positionieren und meine Angebote breiteren Kundenkreisen zugänglich zu machen.

Dank Ihrer Unterstützung kann ich der neuen Wirtschaftskrise offensiver entgegen treten. Natürlich muss auch ich effizienter arbeiten und Kosten sparen. Aber es bleibt auch der Spielraum für neue Produkte, gemeinsame und eigene, davon profitieren alle, auch Sie als Kunde.

John Seyfert Medien
16.09.2009


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